Lastenausgleich der Universitäten verbessern

Forderung

Die steigende finanzielle Belastung der Universitätskantone aufgrund der Finanzierung der Ausbildungskosten ist im Rahmen der Interkantonalen Zusammenarbeit mit Lastenausgleich besser abzugelten. Der pauschale Beitrag pro Studierenden an die Universitätskantone ist durch eine Änderung der Beiträge gemäss Interkantonaler Universitätsvereinbarung (IUV-Beiträge) zu erhöhen.

Problembeschreibung

Kantone mit Universitäten, welche überdurchschnittlich teure Fächer anbieten, haben in den vergangenen Jahren und in Zukunft höhere Ausbildungs- und Bildungskosten zu finanzieren. Insbesondere die Kantone Zürich, Genf und Basel bezahlen für ihre Studentinnen und Studenten bis zum 5-fachen des IUV-Beitrags. Der Standortvorteil aufgrund der Universitäten ist damit mehr als kompensiert.

Argumente

Wissen ist eine der wichtigsten Ressourcen der Schweiz. Die Schaffung von neuem Wissen und die Positionierung der Schweiz als Wissensstandort in der globalen Konkurrenz sind zentral für die Entwicklung der Schweiz im internationalen Standortwettbewerb. Diese Entwicklung wiederum ist die Basis für den Erhalt und das Wachstum des Wohlstands der Schweiz.

Universitäten spielen im Standortwettbewerb eine zentrale Rolle. Die spezialisierten Schweizer Universitäten stehen in Konkurrenz mit den Universitäten grosser Volkswirtschaften, die zum Teil bedeutende finanzielle Mittel wenigen Eliteinstitutionen zukommen lassen. Wenn die Schweizer Universitäten für diesen Wettbewerb mit ihren ausländischen Konkurrenten unterfinanziert sind, ist das für die gesamte schweizerische Volkswirtschaft von Nachteil. Die Trägerkantone müssen heute schon einen überproportional grossen Anteil der Universitätsfinanzierung tragen. Die absehbaren grossen Zukunftsinvestitionen können nicht mehr alleine von den Universitätsträgern übernommen werden. Sie müssen gerechter auf alle nationalen Stakeholder verteilt werden.